Milchvermarktung: Leicht steigende Mengen und die Preise geben nach!
Es leben die Preismodelle?!
Wir beliefern direkt den Lebensmittelhandel?!
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Milchvermarktung: Leicht steigende Mengen und die Preise geben nach!

Ja, leider kann der Schnee nicht alle Probleme der Milchvermarktung zudecken. Wie schon beschrieben haben zum Start des Jahres einige Molkereien und Händler viel Arbeit mit der Nachverfolgung der Herkunft ihrer Milchströme, da viele von ihnen Probleme vor allem im Export hatten und haben durch den MKS-Fall.
Festzustellen ist aber auch, dass eine Vielzahl die Preise im Januar und Februar senken, obwohl sie wenig bis gar keinen Export haben. Wenn man dann nachfragt, kommt das alte Spiel zum Vorschein; im Frühjahr wird die Milchmenge steigen und dann müssen jetzt die Preise runter. Komisch ist, dass die immer wieder zitierten Absicherungsmodelle zum Teil was anderes sagen.
Aber auch unsere Vermarkter von Butter sehen sich Preisreduzierungsforderungen ihrer Abnehmer gegenüber, da jetzt dort die „Saure Gurkenzeit“ kommt und man Angst hat, dann weniger Umsatz zu generieren; da ja die Kunden jetzt dann doch eher verzichten als zur Weihnachtszeit. Aber bei den Produzenten sind kaum Lagerbestände zu sehen, also warum macht man das Spiel mit?
Es leben die Preismodelle?!
Das viele sehr kreativ sind im Gestalten von Milchpreisberechnungsmodellen ist bekannt, dass es immer darum geht den Landwirten einen gerechten Preis zu zahlen wie immer behauptet wird und nicht zu vergessen bei der Genossenschaft sind alle gleich.
Aktuell wird im Norden der Republik wieder an vielen Systemen geschraubt. Hintergrund ist meist die Forderung des Handels Milch Haltungsstufe 3 zur neuen Basis Milch zu erklären. Da es dafür aber wie immer keinen dauerhaften Mehrpreis geben soll und man auch nicht weiß wie schnell die Umstellung zum Beispiel von Käse sein muss. Nach der Meinung der immer alle Verbraucherwünsche kennenden LEH-Partner müssen viele Milchkäufer jetzt den Spagat machen, möglichst viel Milch dieser Qualität vorzuhalten, den Preis zu senken und gleichzeitig die Landwirte zum Umstellen zu bewegen. Hier stellt sich dann nicht die Frage: impfen oder nicht wie bei der Blau-Zunge, sondern hier geht es um Markt, Marktmacht und Marktanteile auf dem Rücken der Rohstoff-Produzenten. Besonders spannend ist das aktuell im Genossenschaftsbereich, wo jetzt selbst in den einzelnen Stufen nochmal sortiert wird; Haltungsform 3, neue Ställe sofort, alte Ställe mit gleichem Zertifizierungsstand dann doch nicht gleich?!
Grundsätzlich gehen viele mit diesem Thema befasste Stellen davon aus, dass uns dieses Thema im Jahr 2025 noch weiter beschäftigen wird.
Wobei wir dabei nicht vergessen dürfen, dass die Transparenz und Vergleichbarkeit der Milchpreise dadurch massiv gewinnen wird. => Sarkasmus Ende!
Wir beliefern direkt den Lebensmittelhandel?!
Durch die geplante Übernahme unseres Kunden, der Uckermärker Molkerei, durch die EDEKA Gruppe haben wir dieses Ziel erreicht. Laut ersten Gesprächen sollen dort massive Investitionen und Ausbau der Verarbeitung erfolgen.
Da das neue Management aus den Reihen des EDEKA Privat Label kommen soll, wird es sicher spannend. Aber wir freuen uns drauf, da uns so ein weiterer Partner zur Vermarktung erhalten bleibt.
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( Quelle BLE)
18.02.25 Das Team der Norddeutsche Milcherzeugergemeinschaft w.V.